Beschäftigt, aber nicht erfüllt - warum dein Alltag sich schwer anfühlt
Bildquelle: canva.com
Am Ende des Tages bist du fertig.
Nicht mit dem, was dir wirklich wichtig war – sondern mit den Nerven.
Du setzt dich abends hin, vielleicht mit einer Tasse Tee, oder liegst einfach nur erschöpft auf dem Sofa und gehst den Tag im Kopf noch einmal durch.
Eigentlich hast du viel geschafft. Du hast reagiert, organisiert, erledigt, dich gekümmert.
Und trotzdem bleibt dieses schale Gefühl zurück, dass der Tag irgendwie an dir vorbeigelaufen ist. Nicht dramatisch. Aber auch nicht wirklich zufriedenstellend.
Es ist diese besondere Art von Müdigkeit, die nicht daherkommt, dass du zu wenig Energie hast, sondern davon, dass sie sich über den Tag in zu viele Richtungen verteilt hat.
INHALTSVERZEICHNIS
Beschäftigt, aber nicht erfüllt - warum dein Alltag sich schwer anfühlt
#1 - Wenn Tage voll sind, aber sich nicht rund anfühlen
#2 - Eigentlich ist alles wichtig - und genau das macht es so anstrengend
#3 - Warum das kein Organisationsproblem ist
#4 - Du bist nicht chaotisch - dir fehlt ein innerer Rahmen
#5 - Der Wäschekorb ist ein erstaunlich ehrliches Bild dafür
#6 - Es geht nicht um perfekte Ordnung, sondern um innere Klarheit
#7 - Auf den Punkt gebracht
Wenn Tage voll sind, aber sich innerlich nicht rund anfühlen
Objektiv betrachtet funktioniert dein Alltag. Du bist zuverlässig, verantwortungsvoll, kreativ. Du bekommst Dinge geregelt. Vielleicht sogar mehr, als man von dir erwarten würde.
Und genau deshalb ist dieses leise Unzufriedenheitsgefühl oft so schwer zu greifen – geschweige denn ernst zu nehmen.
Denn was willst du dir vorwerfen?
Du warst ja nicht faul.
Du hast ja nicht „nichts getan“.
Und trotzdem fühlt sich vieles am Ende eher nach Abarbeiten als nach Leben an. Eher nach Durchhalten als nach Gestalten. Nicht, weil dein Alltag falsch ist – sondern weil er sich innerlich nicht stimmig anfühlt.
Eigentlich ist alles wichtig - und genau das macht es so anstrengend
Unser Alltag besteht aus lauter Dingen, die ihre Berechtigung haben: Haushalt, Organisation, Termine, Mails, Verantwortung für andere. Nichts davon ist unnötig. Das Allerwenigste davon lässt sich einfach streichen.
Und gleichzeitig gibt es da etwas anderes. Etwas, das nicht laut ruft, aber trotzdem da ist:
Ein Projekt, ein Wunsch, eine Idee.
Oder einfach das Bedürfnis, dich wieder mehr mit dem zu verbinden, was dir wirklich Sinn gibt.
Das Schwierige ist: Beides ist wichtig. Und beides zieht an dir.
So entsteht dieses innere Hin- und Her. Du reagierst auf das Dringende, während das Wichtige geduldig wartet. Und je länger es wartet, desto größer wird das schlechte Gewissen – in beide Richtungen.
Am Ende des Tages hast du also viel getan und trotzdem das Gefühl, an dir selbst vorbeigearbeitet zu haben.
Warum das kein Organisationsproblem ist
Viele versuchen, dieses Spannungsfeld mit noch besserer Planung zu lösen. Mit neuen ToDo-Listen, Prioritätenmodellen oder Methoden, die versprechen, endlich Ordnung in alles zu bringen.
Und ja – manchmal hilft das ein Stück weit.
Aber oft bleibt das Grundgefühl trotzdem bestehen.
Weil es kein Zeitproblem ist. Und auch kein Disziplinproblem.
Es ist ein Orientierungsproblem.
Wenn alles gleichzeitig wichtig erscheint, fehlt nicht das nächste Tool, sondern eine innere Klarheit darüber, was dich gerade führen darf – und was bewusst in den Hintergrund treten kann, ohne dass du dich dabei falsch fühlst.
Du bist nicht chaotisch - dir fehlt ein innerer Rahmen
Gerade kreative, sensible und vielbegabte Menschen haben selten ein Problem mit Engagement oder Ideen. Was ihnen oft fehlt, ist etwas viel Leiseres: ein innerer Rahmen, der Halt gibt, wenn alles gleichzeitig ruft.
Nicht als starres System.
Nicht als neue Regel.
Sondern als innere Ausrichtung.
Ohne diesen Rahmen fühlt sich selbst ein gut organisierter Alltag schnell fremdbestimmt an. Und selbst freie Zeit bringt keine echte Entlastung, weil im Kopf alles weiterläuft.
Der Wäschekorb ist ein erstaunlich ehrliches Bild dafür
Der Wäschekorb zuhause ist nie leer. Er füllt sich wie von selbst immer wieder. Und das ist völlig normal. Der Wäschekorb an sich ist nicht das Problem.
Das Problem entsteht erst dann, wenn der Wäschekorb – stellvertretend für all das „Alltagsrauschen“ – innerlich die Führung übernimmt. Wenn er entscheidet, wie dein Tag sich anfühlt. Wenn das, was laut ruft, automatisch wichtiger wird als das, was dich wirklich trägt.
Dann bist du abends nicht nur müde, sondern innerlich ausgelaugt. Nicht, weil du zu wenig getan hast – sondern weil du dich selbst in diesem Alltagsrauschen und Funktionieren dabei zu oft verloren hast.
Es geht nicht um perfekte Ordnung, sondern um innere Klarheit
Du musst deinen Alltag nicht optimieren. Und du musst dich auch nicht besser organisieren (…okay, vielleicht ein bisschen 😉 - dabei kann ich dich gerne unterstützen!). Was wirklich entlastet, ist etwas anderes:
Deine klare innere Haltung im Umgang mit Alltag und Fokus.
Wenn du innerlich weißt, was gerade den Ton angibt und was nur nebenher begleitet, verändert sich etwas. Der Alltag wird nicht weniger – aber er fühlt sich leichter an. Nicht perfekt. Aber stimmiger.
Auf den Punkt gebracht
Du musst dich nicht zwischen Alltag und dem, was dir wichtig ist, entscheiden. Beides darf da sein und seine Berechtigung.
Aber du darfst entscheiden, was innerlich führt und was folgt.
Und manchmal reicht genau diese Entscheidung schon aus, damit ein Tag sich nicht mehr nur voll anfühlt – sondern auch gut.
Wenn du merkst, dass dich dieses Thema schon länger begleitet
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Dieser kompakte Audiokurs hilft dir, deinen Alltag und das wirklich Wichtige innerlich klarer zu ordnen – ohne Druck, ohne starre Systeme und ohne dich zu verbiegen.
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