Ziele Setzen auf andere Art – für ein entspanntes & erfülltes (Business-) Leben

ziele setzen auf andere art

Bidlquelle: Unsplash

Hast du deine Ziele schon gesetzt für’s neue Jahr?

Deine ganz persönlichen Leitsterne, die dich entspannt und motiviert durch die nächsten Monate begleiten werden?

Oder gehörst du eher zu den Menschen, die sich von konkreten Zielen unter Druck setzen lassen? Oder sich frustrieren lassen, weil du gar nicht daran glaubst (Stichwort: mehr Umsatz, mehr Ordnung, mehr Sport, abnehmen et cetera)?

In diesem Artikel geht es um Ziele jenseits der üblichen Kriterien, wie man Ziele setzt und welche Ziele gesellschaftlich anerkannt und beliebt sind.

Mir geht es um

  • Ziele, die dir immer mehr das Leben ermöglichen, das du dir wünschst.

  • Ziele, mit denen du dich gut fühlst und zufrieden bist in deinem (Business-)Leben.

  • Ziele, die dich erfüllen und mit denen du immer mehr dein Potenzial ausschöpfen kannst.

 

Meine persönliche Erfahrung mit Zielen

Grundsätzlich stehe ich dem Thema Ziele setzen etwas ambivalent gegenüber. Vor meiner Selbständigkeit habe ich mir nie bewusst Ziele gesetzt. Ich hatte beispielsweise nie den großen Ehrgeiz, bestimmte Karriereziele zu erreichen. Mir war es wichtiger, Spaß in meinem jeweiligen Job zu haben, das untrügbare Gefühl zu spüren, am richtigen Platz zu sein und Aufgaben zu übernehmen, die mich inhaltlich ausfüllen.

Ziele nach “SMART-Kriterien“ hatte ich schon mal gehört, aber das war für mich nicht wirklich erstrebenswert. Ich fand es anstrengend, begrenzend und es hat mich in keinster Weise angetriggert - womit ich nicht sagen möchte, dass SMARTe Ziele grundsätzlich falsch sind.

(Wenn du SMARTe Ziele nicht kennst: Hier geht es um Ziele, die S-pezifisch, M-essbar, A-ttraktiv, R-ealistisch und T-erminiert sind. Also zum Beispiel: Im Jahr 2020 mache ich in meiner Selbständigkeit einen Umsatz von xx Euro, in dem ich jeden Monat 5 neue Kundinnen für die Zusammenarbeit gewinne. Im Netz findest du unzählige Artikel über die SMART-Kriterien, wenn dich das Prinzip dahinter näher interessiert.)

Ich bin bei meinen Vorhaben immer eher nach meinem Bauchgefühl vorgegangen. Rückblickend kann ich sagen, dass ich dadurch die eine oder andere (unnötige?) Schleife gedreht habe, weil mir ein bisschen die Klarheit und Richtung gefehlt haben, wo meine (berufliche) Reise hingehen sollte, aber ich war immer ziemlich im Einklang mit mir selbst. Und das hat sich auf jeden Fall gut angefühlt und war zugegeben einfach für mich.

Mit Beginn meiner Selbständigkeit hat sich die Sache gedreht. Vermutlich durch die ganzen Einflüsse von außen, angefangen beim Businessplan, den ich für den Gründungszuschuss einreichen musste. Da ging es natürlich um ganz konkrete Zahlen, Daten und Fakten, beispielsweise um Umsätze, die ich innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen sollte.

Zudem bin ich leider sehr anfällig für Informationen und neues Wissen, wenn mich ein Thema interessiert. (Hier findest du einen sehr persönlichen Erfahrungsbericht über die Suche und Sucht nach Informationen).

Recherchen über Business- und Gründungsthemen haben anfangs einen Großteil meiner Zeit eingenommen und so bin ich natürlich immer wieder über Themen rund um Business-Ziele gestoßen.

Jedenfalls schien es so, dass es nichts wichtiger im Business gibt als sich Ziele zu setzen:

Wieviel Umsatz und Gewinn will ich in diesem Jahr schaffen?
Wie viele Pakete / Produkte will ich verkaufen?
Welche Reichweite will ich mit meinen Social Media-Aktivitäten erzielen?
Und so weiter – kennst du vermutlich alles, wenn du auch selbständig bist.

Also habe ich mir genau solche Ziele (in den Kopf!) gesetzt, denn nur so schien eine erfolgreiche Selbständigkeit ja zu funktionieren.

Die Herausforderung beim Ziele setzen

Ich habe diese Ziele, die nur meinem Verstand entsprungen sind, oft erreicht.
Noch viel öfter aber habe ich sie NICHT erreicht!

Und bin jedes Mal frustriert zurückgeblieben, wenn meine Posts mal wieder nicht die gewünschte Anzahl an Kommentaren und Likes bekommen hatten. Und vor allem, wenn ich nicht die Anzahl an Kunden und Umsatz hatte, die ich mir vorgenommen hatte.

Mit jedem nicht erreichten Ziel hatte ich ein Gefühl des Scheiterns.

Jedes Mal ist das Gefühl mitgeschwungen, gescheitert zu sein. Denn schließlich hatte ich mein gestecktes Ziel nicht erreicht, obwohl ich mich so bemüht hatte.

Natürlich habe ich versucht, dagegen zu steuern:
Zum Beispiel, indem ich darauf achtete, die Ziele nicht zu hoch stecken. Oder anzuerkennen, dass der Weg oft viel wertvoller ist als das Erreichen des Ziels selbst. Ich arbeitete viel an meinen negativen Glaubensätzen und Gedanken und überdachte mehrfach meine Strategie und Schritte zum Ziel.

Trotzdem blieb immer ein schales Gefühl zurück und der Eindruck, nicht gut genug zu sein. Es – trotz aller Bemühungen - einfach nicht hinzukriegen.

Dazu kam, dass ich oft zu engstirnig mit der Erfüllung des geplanten Vorhabens beschäftigt war und so gar keine Zeit und keinen Raum für andere Optionen und spontane Chancen hatte. Ganz nach dem Motto: Was ich mir vorgenommen habe, muss ich durchziehen.

Alles in allem ziemlich anstrengend und wenig erfüllend.

Also habe ich mich mit Zielen noch einmal kritisch und grundsätzlich auseinandergesetzt. Und einen anderen Weg gefunden, wie ich mich entspannt und erfüllt meinen Zielen nähern kann.

Ziele setzen ist wichtig für ein entspanntes & erfülltes (Business-)Leben,

  • um dich auszurichten auf das, was du willst.

  • um Klarheit über den Weg zu haben.

  • um deine wertvolle Zeit und deine Energie sinnvoll zu nutzen.

  • um dein Potenzial und deine Einzigartigkeit zu entfalten.

  • um dich selbst auf dem Weg besser kennenzulernen und weiterzuentwickeln.

  • um mehr von dem in die Welt zu bringen, was dir wichtig wirklich ist und dich ausmacht.

  • um selbstbestimmt immer mehr das Leben zu leben, das ich du dir wünschst.

 

Ziele setzen macht keinen Sinn,

  • wenn du dich zu sehr vom Außen steuern und davon beeinflussen lässt, was „man“ tun  und erreichen sollte.

  • wenn du unreflektiert Ziele von anderen übernimmst, die nicht wirklich aus deinem Herzen kommen.

  • wenn du dich damit selbst begrenzt und dir Chancen nimmst.

  • wenn du dich schlecht und frustriert fühlst, nur weil du das angestrebte Ergebnis nicht erreicht hast.

  • wenn du bei der kleinsten Herausforderung aufgibst.

  • wenn dich deine Ziele unter Druck und Leistungszwang setzen.

 

Die andere Art, Ziele zu setzen

Heute setze ich mir Ziele, in dem ich mir überlege, was mir wirklich wichtig ist in meinem Leben. Das mache ich nicht nur mit dem Verstand, sondern ich verbinde ich mich auch sehr intensiv mit meiner Intuition, meiner inneren Stimme, meinem Herz, dem Bauchgefühl oder wie auch immer du es nennen willst.

Dafür nehme ich mir Zeit - zum Beispiel im Rahmen meiner Morgenroutine -, lasse die Ziele und Möglichkeiten in mir reifen und gebe ihnen eine Chance sich zu entwickeln.

Zum Beispiel habe ich mir vorgenommen, mein Marketing spielerischer zu gestalten. Nicht das, was jeder Marketing-Guru propagiert, nachzumachen. Sondern stattdessen mehr von dem zu machen, was mir leichtfällt, wo mich meine Energie hinzieht – also Dinge zu tun, an denen ich wirklich Spaß habe.

Das bedeutet beispielsweise, dass ich nach wie vor nur wenige Videos mache, weil mich das viel Energie kostet – Reichweite hin oder her. Dass ich mich stattdessen weiterhin aufs Schreiben konzentriere, weil ich mich hier wohlfühle.

Weil es mir beim Schreiben viel leichter fällt, mein Ziel zu erreichen, für dich als Leserin wertvollen Content zu produzieren, der dir in deiner Selbstorganisation weiterhilft. Weil es für mich wirksamer, entspannter und müheloser ist – auch wenn ein guter Blogartikel wesentlich mehr Zeit als ein Video beansprucht. Was übrigens nicht heißt, dass ich grundsätzlich keine Videos mehr mache. (Kennst du eigentlich meinen YouTube-Kanal?🤗)

Wenn ich sage, dass ich mehr von dem mache, was mir leichtfällt, wo mich meine Energie hinzieht und was mir Spaß macht, heißt das nicht, dass ich – so wie früher – die Dinge auf mich zukommen lasse und davon ausgehe, dass sich alles irgendwie regelt.

Der Unterschied ist, dass ich nach meiner Intuition gehe, dass ich meinem Gefühl vertraue – und dass ich mir genauer anschaue, was HINTER meinem erklärten Ziel steckt. Welches Bedürfnis ich eigentlich erfüllen will.

Welches eigentliche Bedürfnis steckt hinter deinen Zielen?

Im Falle der Blogartikel anstelle der Videos ist es für mich

  • das Gefühl von Leichtigkeit (es geht mir einfacher von der Hand)

  • das Bedürfnis nach innerer Klarheit (durch das Schreiben kann ich meine Gedanken besser sortieren)

  • das Bedürfnis nach entspannter Arbeit (Videos zu drehen ist immer irgendwie mit Stress für mich verbunden)

  • und mein Wunsch etwas Nachhaltiges zu produzieren (ich kann nicht genau sagen warum, aber ich empfinde das geschriebene Wort nachhaltiger als ein Video).

Am einfachsten erreichst du deine Ziele, wenn du mit Herz UND Verstand handelst.

Wenn ich sage, ich setze meine Ziele intuitiv und mehr aus dem Herzen, bedeutet das übrigens NICHT, dass ich den Verstand außer Acht lasse. Ich entwickle trotzdem eine Strategie und mache mir einen Plan.

Dadurch beruhigt sich mein Kopf und er hat was zu tun: er hilft mir dabei, eine Strategie zu entwickeln und diesen Plan umzusetzen, ins Tun zu kommen und meine wertvolle Zeit effizient zu nutzen – eben für das, was mir wirklich wichtig ist.

(Lies auch gerne hier weiter:
Jahresplanung mal anders: Wie du in ein rundum erfülltes neues Jahr startest)

An dieser Stelle kommt auch die Struktur dazu, die ich mir mit meinem Motto „Mehr Struktur für dein Business. Mehr Freiraum für dich.“ auf die Fahne geschrieben habe: Wenn ich mich für ein Ziel entschieden habe, fällt es mir meistens leicht, dieses strukturiert und organisiert umzusetzen.

Falls du genau an hier deine Herausforderungen hast, ist vielleicht eines meiner Mentoring-Angebote das Richtige, in denen ich dich bei der Entwicklung einer strukturierten und für dich maßgeschneiderten Selbst- und Arbeitsorganisation begleite.

Heute setze ich mir manchmal ganz konkrete, messbare und terminierte Ziele nach oben erwähnten SMART-Kriterien, wenn sie für mich Sinn machen.

Zum Beispiel habe ich vor, ein Detox-Programm zu machen, um ein bisschen Schwung in meine körperliche Energie zu bringen: Ich bestimme also den Zeitraum, meine Vorgehensweise und kann am Ende das Ergebnis anhand medizinischer Untersuchungen feststellen, wenn ich will.

Für die nächsten Monate stehen bei mir allerdings wesentlich mehr „weiche“ Ziele auf dem Plan, die weniger greifbar und oft nicht messbar sind. Dafür ist das Wort „Ziel“ dann vielleicht auch nicht der richtige Ausdruck – diese Ziele sind für mich eher Richtungsweiser, Leitsterne, Leuchttürme oder ähnliches.

Zum Beispiel ist ein echter Herzenswunsch von mir, noch mehr in mich selbst, meine Fähigkeiten, und das Leben an sich zu vertrauen. Und nicht alles kontrollieren und absichern zu wollen, weil das in vielen Fällen nicht funktioniert oder gar hinderlich ist.

Dieses Ziel, mehr Selbst- und Ur-Vertrauen zu entwickeln und zu leben, kann ich nicht messen. Ich kann dafür auch keinen Termin festsetzen. Ich kann mich immer nur wieder selbst daran erinnern, mich jeden Tags auf’s Neue dahingehend ausrichten, entsprechend denken, handeln und fühlen.

Was macht ein gutes Ziel für ein entspanntes & erfülltes (Business-)Leben aus?

Meine Definition eines guten Zieles ist mittlerweile die folgende:

  • Du willst es wirklich-wirklich (ja, DU! und sonst niemand) und du meinst es wirklich ernst.

  • Es fühlt sich für dich in jeder Hinsicht richtig und stimmig an – du kannst das Ziel mit allen Sinnen fühlen.

  • Du kannst das Gefühl, das Bedürfnis beziehungsweise den tieferen Wunsch benennen, der eigentlich hinter deinem Ziel steckt und mit dem Erreichen des Zieles einhergeht.

  • Das Ziel ist nicht aus einem Mangel- oder Leistungsgedanken entstanden oder weil du gefallen willst, sondern weil es wirklich aus deinem Herzen kommt.

  • Das Ziel ist für dich konkret und klar, lässt dir aber immer noch genügend Spielraum und Kreativität – sowohl beim Endergebnis als auch auf dem Weg dorthin.

  • Das Ziel darf dir ein wenig Angst machen (Stichwort: Komfortzone), aber es darf dich nicht überfordern.

  • Du hast es selbst in der Hand, für dein Ziel zu gehen und übernimmst dafür auch die Verantwortung.

  • Du hast eine – zumindest grobe – Idee über die nächsten Schritte und deine Prioritäten. Der Weg darf und wird sich nach und nach entwickeln.

  • Du kannst im Frieden mit dir sein, auch wenn du dein Ziel nicht in der Form erreicht hast, die du dir vorgestellt hast. Denn im Grunde kommt es darauf an, wie du dich selbst auf dem Weg zum Ziel weiterentwickelst – und nicht auf das Erreichen des Zieles an sich.

 

DER WEG IST DAS ZIEL.

Den Spruch kennst bestimmt.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich sehr lange nicht verstanden, was damit gemeint ist:

Am Ende kommt es nicht meistens NICHT darauf an, ein gestecktes Ziel in genau dieser Form zu erreichen.

Denn was passiert ganz oft, wenn wir beispielsweise ein Umsatzziel erreicht haben? Wir hechten zum nächsten Ziel: den nächsthöheren Umsatzzahlen.

Wir Menschen sind doch – wenn wir ehrlich sind – so gesteuert, dass es selten genug ist und immer mehr sein muss. Dann sind wir ganz schnell wieder im Mangeldenken und Leistungszwang – und das ist auf Dauer echt anstrengend und hat mit einem guten Leben nicht viel zu tun.

Deshalb ist mein Tipp von oben so wertvoll, zu erforschen, was eigentlich HINTER deinem Ziel steckt – welches Gefühl, welches Bedürfnis, welcher Wunsch. Und vielleicht gibt es mehr Möglichkeiten als du denkst, zum Beispiel das Gefühl nach Freiheit und Selbstbestimmung (wenn das hinter deinem Umsatzziel steckt) auch auf andere nachhaltige Weise zu erreichen und zu leben.

Der Weg zum Ziel ist oft wesentlich wertvoller als das Endziel selbst.

Dann ist der Weg zu deinem Ziel wesentlich wertvoller als das Ziel an sich: Wenn du dich zu einem Menschen entwickelst, der sich frei und selbstbestimmt fühlt und so handelt.
Deinen angestrebten Umsatz darfst du natürlich trotzdem erreichen… 😉

Übrigens habe ich einige sehr wirkungsvolle und hilfreiche Methoden und Tools auf Lager, die dich in meinen Coachings unterstützen, dein (Business-)Leben entspannter, einfacher, freier und schöner zu gestalten. Ich teile mit dir meine besten Strategien für mehr Zeit und Energie, um dein Potenzial, deine Ideen und Visionen umzusetzen und auf deine Weise erfolgreich zu sein:

Ich begleite dich dabei, Strukturen für dein Business, deine Abläufe und dein Leben zu schaffen, die zu dir passen und dich unterstützen.

Strukturen für deine Selbstorganisation, die dir Sicherheit und Stabilität geben UND den Freiraum lassen für deine Kreativität, Einzigartigkeit und Begeisterung. Strukturen für mehr Zeit, mehr Leichtigkeit und Freude. Im Business und im ganzen Leben.

Spricht dich das an? Dann schreib mir eine Mail und wir klären, ob und wie ich dich unterstützen kann.

 

Zurück
Zurück

Warum dich Vergleichen im Business nicht weiterbringt

Weiter
Weiter

Business meets Yin + Yang. Oder: Wie du in echte persönliche Balance kommst